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21.01.2026
15:14 Uhr
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Das Parlament in Straßburg verweigert dem Handelsabkommen vorerst die Zustimmung. Was soll man da noch sagen? Außer: Jetzt ist ein Alleingang der Kommission gefragt.

Das EU-Parlament hat ganz in ihrem Sinne entschieden: Gegner des Mercosur-Abkommens in Straßburg. (Foto: Romeo Boetzle/AFP)
Eine geopolitische EU? Das klingt toll, und viele wünschen sich die schon lange. Die Europäische Union soll – sie könnte, theoretisch – ein ernst zu nehmender Akteur auf der Weltbühne sein. So, wie es Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in dieser Woche skizziert hat: Wo andere freidrehen, ist Europa verlässlich, vernünftig und vertragstreu. Der ideale Partner für Geschäfte, so etwa aus der Perspektive der südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Mit diesen Ländern hat die EU gerade ein Freihandelsabkommen geschlossen, nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen, auch als Ventil für den Druck, den Donald Trumps USA auf Europa ausüben. Und als Signal an die Welt.
In Nuuk müssen sie sich erst daran gewöhnen, dass in Washington über sie verhandelt wird. Mal will Trump Grönland kaufen, dann erobern, was auch immer. Szenen aus einem kleinen, großen und einigermaßen aufgeschreckten Land.
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